Die Ausbildung
Die Ausbildung zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau dauert drei Jahre. Die aktuelle Ausbildungsordnung gilt seit August 2020. Du lernst Kontoführung, Zahlungsverkehr, Geld- und Vermögensanlage, Kredite und Baufinanzierung. Viele Banken bieten auch ein duales Studium an, das Ausbildung oder Praxisphasen mit einem Bachelor verbindet.
Fortbildung
Nach der Ausbildung und einigen Jahren Praxis ist der Bankfachwirt eine verbreitete Fortbildung, geregelt durch eine bundesweite Prüfungsverordnung. Darauf bauen Abschlüsse der Bankakademien und Studiengänge auf. Wer in der Anlageberatung arbeitet, muss nach dem Wertpapierhandelsgesetz sachkundig und zuverlässig sein. Rechne deshalb mit internen Schulungen, bevor du Wertpapiere berätst.
Quereinstieg
Aus Versicherungen, Immobilienwirtschaft oder anderen kaufmännischen Berufen gelingt der Wechsel am ehesten in Kundenservice, Kreditsachbearbeitung oder Baufinanzierung. Kenntnisse aus dem bisherigen Beruf, etwa zu Immobilien oder Firmenkunden, sind dabei ein Vorteil.
Bewerbung
- Zeig, dass du gern berätst und mit Zahlen umgehst, etwa mit Beispielen aus Nebenjob, Praktikum oder Ehrenamt
- Rechne bei Ausbildungsplätzen mit einem Online-Test und teils einem Auswahltag mit Rollenspiel
- Informiere dich über Geschäftsgebiet und Filialen, gerade bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken mit regionalem Schwerpunkt
- Kläre bei Beraterstellen, welche Produkte du verkaufst und welche Vertriebsziele gelten
Für Ausbildungsplätze gehören Anschreiben, Lebenslauf und die letzten Schulzeugnisse in die Bewerbung. Berufserfahrene legen Arbeitszeugnisse und Nachweise über Fortbildungen und Sachkunde bei.
Wege nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung starten viele im Service oder in der Privatkundenberatung. Mit Erfahrung folgen Spezialisierungen: Baufinanzierung, Wertpapier- und Vermögensberatung, Firmenkunden oder Marktfolge. Wer Führung übernehmen möchte, leitet später eine Filiale oder ein Beratungsteam. Andere wechseln in Stabsstellen wie Controlling, Risikomanagement oder Revision, oft nach einem berufsbegleitenden Studium.
Finanzanlagen und Immobiliardarlehen vermitteln
Wer später selbständig Finanzanlagen oder Immobiliardarlehen vermitteln möchte, braucht dafür eine eigene Erlaubnis nach der Gewerbeordnung und muss Sachkunde nachweisen. Die Ausbildung zum Bankkaufmann kann dabei als Nachweis anerkannt werden. Informiere dich bei der zuständigen IHK, welche Nachweise für deinen Fall gelten, bevor du einen Vertrag als freier Berater unterschreibst.
Ausbildung im Überblick
Während der Ausbildung wechselst du zwischen Filiale, Fachabteilungen und Berufsschule. Viele Banken ergänzen das mit eigenen Seminaren zu Beratung und Produkten. Frag im Auswahlverfahren, in welchen Abteilungen du eingesetzt wirst, ob es Einsätze in Firmenkunden- oder Baufinanzierungsteams gibt und wie die Übernahme nach der Prüfung geregelt ist.